Newsletter 01/12
Bessere Resonanz durch „echte Menschen”

Was wirkt sympathischer: Eine freundlich lächelnde junge Frau oder ein leicht übergewichtiger mittelalter Mann? Für viele scheint die Antwort klar. Selbstverständlich lächelt auf der Homepage oder der Titelseite des Prospekts die junge Frau.

Was aber wirkt glaubwürdiger und erzeugt mehr Vertrauen? Diese Frage wird nur selten gestellt und gesicherte Antworten sind ebenso schwer zu finden. Umso interessanter ist eine Untersuchung, auf die wir jetzt im Netz gestoßen sind. Das amerikanische Internet-Forschungsunternehmen MarketingExperiments hat die Homepage eines Unternehmens getestet, das Schuldnerberatung anbietet.
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Die ursprüngliche Version der Seite zeigte die lächelnde junge Dame. In der neuen Version war dann der Unternehmensgründer selber zu sehen. Das Ergebnis des Tests war eindeutig: Die Version mit dem „echten Menschen” erhöhte die Zahl der Anfragen um rund 35 Prozent.

Vertrauen und Glaubwürdigkeit sind für jedes Unternehmen wichtig – und das transportiert der Unternehmenschef wesentlich besser als ein x-beliebiges Model. Diese Erkenntnis ist nicht grundsätzlich neu. Dennoch wird oft der Aufwand gescheut, wirkliche Personen abzubilden. Dabei muss es noch nicht einmal die Führungskraft an der Spitze sein, die für das Angebot des Unternehmens steht. Es können auch wirkliche Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter sein, die dann zwar nicht perfekt aussehen, aber weitaus glaubwürdiger sind.

Das gilt beileibe nicht nur für Internet-Auftritte. Auch Broschüren oder Geschäftsberichte sind wesentlich authentischer, wenn sie mit realen Reportagen illustriert werden statt durchgestylter Stockfotos oder Studioproduktionen. Die Investition dafür hält sich beim Einsatz von vor-ort-foto.de in engen Grenzen, bringt aber unmittelbare Rendite in Form von Glaubwürdigkeit.

Die detaillierten Ergebnisse der amerkanischen Untersuchung finden Sie hier.

Übrigens: Es gab auch noch einen zweiten Test, bei dem die junge Dame gegen einen sympathischen aber anonymen jungen Mann antrat. Hier lag die Frau ganz klar in Führung.

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Newsletter 04/11
Wenn die Bilder laufen lernen...

„Können wir davon nicht auch ein Video machen?” Bei Fototerminen ein nahe liegender Gedanke in Zeiten, da schon Smartphones Bewegtbilder in erstaunlicher Qualität festhalten können. „Wenn der Fotograf schon einmal da ist, kann er doch gleich das Statement des Vorstandsvorsitzenden aufnehmen”, heißt es dann.


Wie manches, was in der Theorie funktioniert, scheitern solche Vorhaben aber in der Praxis fast immer. Video ist zunächst einmal nicht nur Video, sondern immer auch Audio. Deshalb besteht ein professionelles Fernsehteam aus mindestens zwei Personen. Neben dem Kameramann gehört der Tonassistent mit seiner Ausrüstung unbedingt dazu.


Das hat einen ganz einfachen Grund: Niemand kann gleichzeitig zwei Dinge mit voller Konzentration tun. Wenn der Kameramann eine Person optimal ins Bild setzt, merkt er nicht, dass mitten im wichtigsten Satz eine Tür im Hintergrund hörbar zufällt. Solch ein Fehler ist auch beim Schnitt nicht mehr zu reparieren. Vor Ort lässt sich die Aufnahme aber leicht wiederholen, wenn der Tonassistent die Störung sofort bemerkt.


Auch sonst brauchen Bewegtbilder mehr als nur eine Kamera mit Videofähigkeiten. Während der Reportagefotograf nur in Ausnahmefällen ein Stativ verwendet, ist es bei Videoaufnahmen fast immer ein Muss – insbesondere bei Kameras, die ursprünglich für die Fotografie ausgelegt sind. Saubere Schwenks erfordern viel Erfahrung und Kamerafahrten sind ohne Spezialausrüstung kaum machbar.


Dennoch lassen sich die Bewegtbildfähigkeiten moderner Profikameras nutzen, um die ein oder andere Videosequenz kostengünstig zu realisieren. Wir nennen das „bewegte Fotografie”. Darunter verstehen wir die einfache Dokumentation von Vorgängen, bei der nur das eingebaute Mikrofon verwendet wird. Der dabei aufgenommene Ton eignet sich dann in der Regel nur als „Atmo”, sprich Hintergrundton.


Diese „bewegte Fotografie” bieten wir in vielen deutschen Regionen mit einem Aufschlag von 30 Prozent auf unsere normalen Preise an. Das ungeschnittene Rohmaterial erhalten unsere Kunden dann auf DVD. Auf diese Weise haben wir zum Beispiel bereits Sanierungsarbeiten in einer Kirche dokumentiert, bei denen zu sehen war, wie sich Rußbeläge entfernen lassen.


Eines ist jedoch immer klar: gleichzeitig foto- und videografieren kann keiner. Entweder muss der Fotograf also länger vor Ort sein und beides nacheinander erledigen oder es müssen sich zwei Kollegen die Aufgabe teilen. Höherer Aufwand entsteht also auf jeden Fall, wenn er auch geringer ist, als beim Einsatz eines herkömmlichen Videoteams.

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Newsletter 03/11
Das Gruppenfoto eine kreative Herausforderung

Brav aufgereihte Menschen, die in die Kamera lächeln - Gruppenfotos dieser Art kennt jeder aus dem Familienalbum. Der emotionale Wert solcher Bilder lässt einen gnädig über die langweilige Bildkomposition hinwegsehen. Die unmögliche Frisur von Tante Hanna bei der Konfirmation von Klaus-Peter wird auch so noch in Jahrzehnten Gesprächsstoff liefern.

Anders sieht es aus, wenn Teams in einer Mitarbeiterzeitung oder einem Kundenmagazin abgebildet werden sollen. Hier geht es um mehr als die bloße Dokumentation, dass bestimmte Personen zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort waren. Das Bild soll vielmehr ausdrücken, wie diese Menschen miteinander agieren und was sie zusammengeführt hat.

Das größte Problem dabei ist, dass handfeste Tätigkeiten, die sich mit der Kamera festhalten lassen, heute sehr selten geworden sind. Menschen, die in einem Meeting zusammensitzen, ist nicht anzusehen, ob sie gerade über einer neuen Vertriebsstrategie brüten oder Pläne für einen revolutionären Motor entwickeln. Hier ist Kreativität gefordert, wenn ein spannendes Bild entstehen soll.

Der Fotograf hat in der Regel nur wenig Zeit zur Verfügung, um die Personen zu arrangieren und eine Bildidee umzusetzen. Schließlich soll ja die Arbeit des Teams nicht allzu lange unterbrochen werden. Da hilft es dann, wenn der Auftraggeber sich bereits im Vorfeld gemeinsam mit dem Fotografen überlegt, wie das Gruppenbild spannend umgesetzt werden könnte.

Kann die Gruppe irgend etwas gemeinsam tun? Kann ein ungewöhnlicher Aufnahmeort genutzt werden? Lassen sich Gegenstände beschaffen, die etwas mit der Arbeit des Teams zu tun haben? Gibt es die Möglichkeit, die Gruppe aus einer außergewöhnlichen Perspektive aufzunehmen? Antworten auf diese Fragen helfen bei der Vorbereitung einer Gruppenaufnahme und machen die Arbeit vor Ort wesentlich leichter.

Daneben gibt es jedoch auch einige Dinge, die auf jeden Fall vermieden werden sollten. Aufnahmen von mehr als zwanzig Personen werden unweigerlich zum "Klassenfoto", auf dem der Einzelne nur noch mit der Lupe zu erkennen ist. In Reihen aufgestellte Menschen wirken fast immer steif, ebenso frierende Menschen auf Außenaufnahmen bei schlechtem Wetter.

Bebilderte Denkanstöße zur Gestaltung von Gruppenaufnahmen finden Sie hier auf unserer Website. Darüber hinaus stehen wir und unsere Fotografen als Gesprächspartner wie immer jederzeit gerne zur Verfügung.
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Newsletter 02/11
Wieviel Photoshop darf sein?

Nie war es so einfach wie heute, Fotografien zu verändern. Was früher nur wenige Spezialisten mit Pinsel und Spritzpistole schafften, kann heute fast jeder Grafiker mit Photoshop. Die Bildmanipulation ist so alt wie die Fotografie, doch in der Vergangenheit wurde sie schon aus Kostengründen eher selten eingesetzt. Ein schöner Beitrag zur Geschichte der Bildfälschung finden Sie auf der Schweizer Website 20 minuten ONLINE.

Jetzt, da alles so einfach erscheint, stellt sich immer wieder die Frage, was zulässige und notwendige Bildbearbeitung ist und wo die Manipulation beginnt. Das Startmeeting für den neuen Unternehmensauftritt wird dokumentiert, aber im Konferenzraum hängt noch das alte Logo an der Wand. Darf das aus dem Bild entfernt werden, ja oder nein? Oder ersetzen wir es sogar durch das neue? Können wir dem Vorstand die protzige Rolex „vom Arm nehmen”, bevor wir ihn in der Mitarbeiterzeitung abbilden oder nicht?

Glaubwürdigkeit des Mediums steht auf dem Spiel
Entscheidendes Kriterium muss immer die Glaubwürdigkeit des Mediums sein. Was bei Werbeanzeigen noch als zulässig durchgehen kann, verbietet sich bei redaktionellen Medien – ganz gleich ob sie von einem Verlag oder einem Unternehmen stammen. Insbesondere bei Mitarbeitermedien muss ein strenger Maßstab angelegt werden, kennen doch immer einige Leser die Originalsituation und können sie dierkt mit dem Bild im Magazin vergleichen.

Es gibt nämlich nichts schlimmeres als Manipulationen, die bemerkt werden. In Zeiten sozialer Netze machen solche Pannen ganz schnell die Runde – nicht nur im eigenen Unternehmen, sondern auch darüber hinaus. Dazu muss es das Bild noch nicht einmal auf die Website www.photoshopdisasters.com schaffen. Schon ein Link auf facebook kann reichen, um das Image eines Unternehmens gründlich zu ruinieren.

Wenn schon retuschieren, dann sorgfältig
Wenn es – aus welchen Gründen auch immer – unumgänglich scheint, ein Bild zu verändern, muss unbedingt sorgfältig gearbeitet werden. Auch mit Photoshop lassen sich Retuschen nicht „mal eben” machen. Falsche Reflexe oder unmögliche Beleuchtungskombinationen enttarnen schnell Manipulationen. Und dann wird es wieder peinlich.
Eine kleine Entscheidungshilfe ist unsere Checkliste:
Sechs Fragen, die sich jeder stellen sollte, bevor er zu Photoshop greift.
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Newsletter 01/11
IPTC – Was ist das denn?

„Wo sind denn die Namen zu den Bildern?“ Diese Frage hören Fotografen immer wieder, nachdem sie ihren Kunden die bestellten Bilder übermittelt haben. Die Antwort „Die stehen selbstverständlich in den IPTC-Daten!“ sorgt oft für ratloses Schweigen am anderen Ende der Leitung. Selbst für viele Medienprofis ist der Begriff IPTC noch ein Fremdwort, obwohl es sich dabei um eine der wichtigsten Standardisierungen der digitalisierten Medienwelt handelt.

IPTC steht für „International Press Telecommunications Council“. Das ist der internationale Verband der Nachrichtenagenturen und Zeitungen für die technische Normierung des digitalen Nachrichtenaustausches. Er hat ein Protokoll für die Beschriftung von digitalen Bildern entwickelt. Das, was früher auf dem Diarähmchen, der Bildrückseite und im Lieferschein stand, wird jetzt in einen Dateianhang des Bildes gepackt – die IPTC-Daten. Damit sind alle wichtigen Informationen sofort zugänglich. Mehr noch, jetzt ist es ganz einfach möglich, dem Bild deutlich komplexere und theoretisch unendlich lange Informationen beizufügen.

Um diese Informationen lesen zu können, muss das Bild in einem IPTC fähigen Programm geöffnet werden. Dazu zählen praktisch alle professionellen Bilddatenbanken sowie Photoshop und viele andere Bildbearbeitungsprogramme. Werden die Bilder damit geöffnet, finden sich die IPTC-Datenfelder in der Regel unter den sogenannten Dateieigenschaften.

Das wichtigste Feld ist das Bildbeschreibungs- oder Caption-Feld. Es hat sich durchgesetzt, dort alle relevanten Informationen und Suchwörter einzutragen. Das garantiert bei der Volltextsuche die sichere Auffindbarkeit. Nur zusätzliche Informationen wie Autor, Copyrighthinweise und die ortsbezogenen Daten werden in spezielle Felder eingetragen. Da der IPTC-Standard die Volltextsuche unterstützt, ist ein Ordner mit Bildern, die mit IPTC verschlagwortet sind, bereits eine Datenbank. Für die Nutzung eines solchen Bildarchives ist dann nur noch ein Bildbrowser erforderlich. Es gibt dafür eine ganze Reihe kostenfreier IPTC-fähiger Programme.

Ganz entscheidend ist allerdings die korrekte Verschlagwortung. Ein falsch abgelegtes Bild ist sonst kaum noch auffindbar. Eine korrekte Verschlagwortung sollte beispielsweise so aussehen:

„Mustermann, Hans ; Vorstand ; Marketing ; Portrait ; Zentrale ; Personal ; HR ; Hans Mustermann in seinem Büro ;”
oder:
„Preisverleihung ; HR ; Mustermann, Hans ; Musterfrau, Monika ; Personal ; Vorschlagswesen ; Vorstand Hans Mustermann zeichnet Monika Musterfrau für ihren Verbesserungsvorschlag aus. (v.l.n.r.)”

Zusammen mit dem Aufnahmedatum und den Ortsinformationen sind die so abgelegten Bilder in Sekundenschnelle wieder auffind- und damit nutzbar.
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